FELSIN schreibt Lieder über das, was sich zwischen Menschen bewegt. Mit feinfühliger Poesie erzählen ihre Texte von Berührung und Distanz, von Körper, Erinnerung und der Vielfalt menschlichen Seins – und hinterfragen die starren Vorstellungen, die unsere Gesellschaft prägen.
Aufgewachsen in der Schweiz, mit Wurzeln am kroatischen Meer und zuhause dort, wo sie sich mit Menschen verbunden fühlt, verweben ihre Songs Deutsch, Mundart, Kroatisch und Englisch zu einer poetischen Klangsprache. Die Stimme wird dabei selbst zum Körper – atmend, tastend, fragend.
Zwischen reduzierten Arrangements und offenen musikalischen Räumen entstehen Stücke, die Nähe zulassen und Widersprüche stehen lassen. Ihre Musik entsteht im Austausch mit verschiedenen Musiker*innen. So verbindet FELSIN leise Töne mit innerer Kraft und gibt dem Unsichtbaren ebenso viel Gewicht wie dem Offensichtlichen.
Lea Vejnović wohnt und arbeitet in Zürich. Bereits während ihres Architekturstudiums an der ETH Zürich beginnt sie, sich künstlerisch und politisch mit der Sichtbarkeit unterschiedlicher Lebensformen und Körper auseinanderzusetzen.
2018 gründet sie den Verein TANZflug mit, eine Plattform für Tanzprojekte mit Menschen mit und ohne Behinderungen. Nach ihrem Masterabschluss realisiert sie die TanzTheaterstücke BEWEGT (2020/21) und SEHNSUCHTSKOLLEKTIONEN (2022). 2020 gründet sie gemeinsam mit Stefan Hensel das Kollektiv kleinsinn Zürich. Seit 2024 arbeitet sie mit Nastasia Louveau unter LOUVEAU/VEJNOVIĆ in künstlerischen Kollaborationen zwischen Malerei, Text und Sound.
Das Musikmachen war für Lea lange ein Feld, in dem ihre leise Stimme und eingeschränkte Mobilität nicht selbstverständlich Platz fanden. Daraus entwickelte sie eine eigene musikalische Praxis: mit der Stimme als Instrument, mit Atem, kleinsten Bewegungen, Nähe und einem Verständnis von Musik, das nicht von körperlicher Norm ausgeht.
Heute steht sie mit ihrem Soloprojekt FELSIN und der Band PROMAJA PLOT auf der Bühne. Ihre künstlerische Praxis versteht sie als Suche nach Räumen der Begegnung – Orte, an denen Verschiedenheit nicht überwunden werden muss, sondern Ausgangspunkt für gemeinsames Denken, Fühlen und Gestalten sein kann.